Shelly Cloud DIY – die Geräte, die deine lokale Integration nicht sieht

Shelly Cloud DIY – die Geräte, die deine lokale Integration nicht sieht

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Fast jeder im Smart-Home-Umfeld kennt Shelly: kleine WLAN-Relais, die Rollläden, Lampen und Steckdosen schalten. In Home Assistant ist die offizielle Shelly-Integration dafür erste Wahl – sie spricht die Geräte lokal im eigenen Netz an, schnell und offline-fähig. Für alles, was im LAN erreichbar ist, sollte sie auch erste Wahl bleiben.

Nur: Nicht jedes Shelly-Gerät ist im LAN erreichbar.

Wo die lokale Integration strukturell nichts sieht

Drei Fälle fallen durchs Raster – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil eine reine LAN-Integration sie prinzipiell nicht sehen kann:

  • Geteilte Geräte. Hat dir jemand aus seinem Shelly-Konto ein Gerät freigegeben – etwa die Wetterstation der Nachbarin oder ein Gerät im Ferienhaus –, existiert es für dein lokales Netz schlicht nicht.
  • Reine Cloud-/Remote-Geräte, die du nur über die Shelly-Cloud erreichst.
  • Die Bluetooth-Familie „Shelly BLU“, die über ein BLU-Gateway an die Cloud angebunden ist.

Genau hier setzt Shelly Cloud DIY an – als Ergänzung, nicht als Ersatz.

Der eigentliche Kniff: ein Schlüssel, den du selbst erzeugst

Es gibt bereits einen Cloud-Weg für Shelly in Home Assistant – über die sogenannte Integrator-API. Deren Haken: Man braucht einen Zugang, den Shelly gezielt vergibt („licenses for personal use are not provided“). Privatnutzer müssen ihn beantragen – und können abgelehnt werden.

Shelly Cloud DIY geht bewusst den anderen Weg: Es nutzt den Cloud-Auth-Key, den du dir in der Shelly-App in rund zwei Minuten selbst erzeugst. Kein Antrag, kein Warten, kein Hersteller-„Ja“ nötig. „DIY“ ist hier Programm – die Kontrolle liegt bei dir.

Local-first: die Cloud drängt sich nicht auf

Der wichtigste Designgrundsatz: Für lokal steuerbare Geräte bleibt die native Integration im Steuerpfad. Die Cloud ist nur ein Sichtbarkeits-Overlay – sie holt Geräte herein, die sonst fehlen, ist aber nie eine Voraussetzung dafür, dass ein Schalter funktioniert. Fällt die Cloud aus, schaltet dein lokales Gerät weiter. Und weil das leicht zu Dubletten führen könnte, ist das Anlegen der Cloud-Entitäten opt-in: Du entscheidest pro Gerät.

Praktischer Beleg, dass das trägt: Der Support für geteilte Geräte wurde real gegen eine von einem fremden Shelly-Konto geteilte Wetterstation getestet – sie taucht in Home Assistant als ganz normale Sensor-Entitäten auf – ohne jeden Zugriff auf das fremde Konto.

Von der Einreichung bis in den HACS-Store

Am 18. April 2026 wurde die Integration beim HACS-Standardkatalog eingereicht; am 22. Juni 2026 wurde sie aufgenommen – gut zwei Monate Reifung und Review parallel. Seither findet man sie in HACS direkt über die Suche, ohne die Repo-URL von Hand einzutragen.

Ehrlich bleibt: Es ist noch junge 0.x-Software, Cloud-Polling ist kein Echtzeit-Bus (Abfrage im 5-Sekunden-Takt), einige Komfort-Funktionen wie die Fleet-Map sind noch Beta, und in Home-Assistant-Core ist die Integration nicht – sie lebt als HACS-Erweiterung. Für den Zweck – die Geräte sichtbar machen, die sonst fehlen – ist genau das der richtige Ort.


Wenn du Shelly-Geräte hast, die in Home Assistant bisher gefehlt haben, probier’s aus – teile den Beitrag gern und schreib mir, welche Lücke die Integration bei dir geschlossen hat.


Quellen (Auswahl):