Teil 1 zeigte, warum der Feed dich hält und warum „Wie viel Bildschirm?“ die falsche Frage ist. Teil 2 gibt die Antwort: Wenn das Medium nie von selbst „Ende“ sagt — wie sagt man es selbst? Nicht mit Willenskraft, die zuverlässig scheitert, sondern indem man die Umgebung baut, die das Aufhören trägt — altersgestuft für Erwachsene, Jugendliche und Kinder.
Meine Mutter ist 89 und lebt ohne Feed — und wirkt, als hätte sie mehr Zeit als ich. Liegt das am fehlenden Social Media oder an ihren Prioritäten? Social Media ist nicht „schlimmer“ als Fernsehen, aber anders gebaut: kein Stopp-Signal, personalisiert — und in der KI redet es zurück. Die richtige Frage ist nicht „Wie viel Bildschirm?“, sondern „Wer entscheidet den nächsten Schritt?“
Chinas Einsatz auf KI und Robotik ist weniger geopolitisches Wettrüsten als demografische Notoperation: Zwei Staatsexperimente — Ein-Kind-Politik und Zero-Covid — schufen die am schnellsten alternde und schrumpfende Gesellschaft der Geschichte. KI und Roboter sollen die Menschen ersetzen, die es bald nicht mehr gibt. Kein fernes China-Thema, sondern ein Vorspiel für unser alterndes Europa.
UBTECH hat einen lebensecht wirkenden Humanoiden vorgestellt — nicht als Industriemaschine, sondern als „emotionalen Begleiter“. Das ist die ökonomische Antwort auf eine harte Realität: extrem niedrige Geburtenraten, alternde Gesellschaften und Einsamkeit als belegtes Gesundheitsproblem. In diese Lücke fließt viel Kapital — doch ist der Roboter wirklich eine Lösung?